Peru

Die Kooperative ACOPAGRO befindet sich im peruanischen Einzugsgebiets des Amazonas und wurde 1997 im Rahmen eines UNO-Projekts gegründet. Dieses versuchte seit 1992 erfolgreich, in der gewaltbeherrschten Region den Koka-Anbau durch Kakao zu ersetzen. Heute sind Koka und Gewalt verschwunden, Agroforstsysteme mit ökologisch angebautem Kakao dominieren die Region. Chocolats Halba bezieht ihren Kakao aus nur einem Tal der Kooperative, dem Alto Huayabamba. Die dortigen Kakaobauern leben entlang dem Fluss Huayabamba – in einem schmalen Landstreifen zwischen Flusslauf und Regenwald. Die Kakaobauern im Alto-Huayabamba-Tal leben unmittelbar neben dem ursprünglichen Amazonasregenwald. Um den noch bestehenden Regenwald vor der Abholzung zu schützen, hat PurProjet gemeinsam mit ACOPAGRO und lokalen Partnern das REDD-Projekt Martin Sagrado gegründet. Insgesamt können durch das Projekt 380’000 Hektaren tropischer Primär-Regenwald gerettet werden. Das Tal kann einzig per Boot erreicht werden und besitzt ein einzigartiges Mikroklima. Dieses verleiht dem hier angebauten Kakao eine besonders fruchtig-säuerliche Note. 

Aufforstung und CO2-Kompensation

Gemeinsam mit PurProjet startete die Kooperative ACOPAGRO im 2008 ein Aufforstungsprojekt mit einheimischen Edelhölzern. Bis 2015 wurden mehr als zwei Millionen Edelholz-Bäume in und um die Kakaoplantagen gepflanzt. Die Pflanzung wird per GPS genau lokalisiert und kann anschliessend mit Google Earth identifiziert werden. Durch die Edelhölzer werden rund 700'000 Tonnen CO2 gespeichert. Das Projekt ist über den Verified Carbon Standard (VCS) zertifiziert und die Kooperative verkauft das gebundene CO2 im internationalen Emissionshandel. Chocolats Halba kompensiert mit diesem Projekt Emissionen für ihre CO2-neutralen Schokoladen-Produkte verschiedener Kunden. Dank des Projekts können die Bauern eine neue Einkommensquelle erschliessen. Gleichzeitig fördern sie die Biodiversität und die Regeneration ihrer Böden.