WCF Partnership Meeting: Ohren auf für Chocolats Halba

von Administrator

Ausgelaugte Böden, kranke Kakaobäume, bettelarme Bauern: Die Herausforderungen im Kakaosektor sind gross. Wie müsste ein Kakaoanbau aussehen, bei dem alle Beteiligten langfristig profitieren – Bauern, Schokoladenproduzenten und die Umwelt? "Es braucht einen totalen Wandel. Wir müssen wegkommen von schädlichen Monokulturen", ist Petra Heid, Leiterin Nachhaltigkeit bei Chocolats Halba, überzeugt.

In ihrer heutigen Präsentation am Partnership Meeting der World Cocoa Foundation 2018 in São Paulo stellt Petra Heid die Methode "dynamischer Agroforst" vor, die Chocolats Halba in diversen Projekten vorantreibt. Dabei wird der Kakao zusammen mit lokalem Wurzelgemüse, mit Fruchtbäumen und Edelholzbäumen angepflanzt. Die Vorteile dieser Misch- statt Monokultur:

  • Die Einnahmen der Bauern steigen dank höherer Kakaoproduktivität und dem Verkauf der verschiedenen Kulturpflanzen.
  • Der Mischanbau fördert Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit – auf Kunstdünger und Pestizide kann verzichtet werden.
  • Die Edelholzbäume schützen das Klima, verbessern den Wasserhaushalt und verhindern Erosion.
  • Die gesünderen Pflanzen sind robuster gegenüber dem Klimawandel.

Dynamischer Agroforst geht u.a. die SDG 1, 2, 13 und 15 an.

Wie dynamischer Agroforst in der Praxis aussieht, erklärt Petra Heid beim WCF Meeting am Beispiel des Projektes FINCA, das Chocolats Halba 2016 in Ecuador lanciert hat. Seither hat man – zusammen mit dem Projektpartner Swisscontact und der Kooperative UNOCACE – über 227 ha Mono- in Mischkultur umgewandelt und dafür knapp 280'000 Bäume gepflanzt. Für das Projekt, in dem Frauen und junge Menschen gezielt gefördert werden, erhielt Chocolats Halba den Swiss Ethics Award 2018 für "herausragende ethische Leistungen". Unser Motto: #MixItFixIt.

Sie interessieren sich für Petra Heids Präsentation am WCF Partnership Meeting 2018?
Senden Sie einfach eine Mail an sustainability@halba.ch.

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