Agroforst - ein ganzheitlicher Ansatz

Als eine Folge der Armut bauen die Kleinbauern ihren Kakao oft in Monokulturen an – dies in der Hoffnung auf höhere Kakaobohnen-Erträge. Ein Irrglauben, der nur in den ersten Jahren Früchte trägt. Monokulturen zerstören die Bodenfruchtbarkeit und erhöhen die Krankheitsanfälligkeit der Bäume und wirken sich negativ auf Qualität des Kakaos aus.

Eine Idee – viele Vorteile

Ein vielversprechender, da ganzheitlicher Ansatz, ist die Agroforstwirtschaft – eine Kombination von Land- und Waldwirtschaft. Der Mischanbau von Kakao, Fruchtbäumen und Edelhölzern erhöht die Qualität des Kakaos und das Einkommen der Kleinbauern.
Forschungen der Honduranischen Stiftung für Agrarforschung (FHIA) zeigten, dass es für Kakaobauern unter bestimmten Bedingungen sehr rentabel ist, Monokulturen in so genannte Agroforstsysteme zu verwandeln. Die wirtschaftlichen Vorteile der Landwirtschaft im Wald sind erstaunlich. Durch das pflanzen von Edelhölzern in der Kakaoplantage kann ein Kakaobauer sein Einkommen langfristig vervielfachen. Aus ökologischer Sicht nimmt die Biodiversität zu, CO2 wird gebunden und Edelhölzer tragen zur Stabilisierung des lokalen Wasserhaushalts bei. Durch die Kombination von Land- und Waldwirtschaft und den damit verbundenen Einkommenssteigerungen kann Regenwald geschützt werden.
Zusammen mit den Kakaokooperativen und den Projektpartnern PurProjet, Ecotop, DEZA, Swisscontact und Coop haben wir in den Kakao-Ursprungsländern Honduras, Ecuador, Peru und Ghana Agroforstprojekte lanciert. Seit 2011 haben wir über 200'000 Edelhölzer angepflanzt. Die meisten davon in Peru und Honduras, da die Projekte in Ghana und Ecuador noch in der Anfangsphase sind.

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